Artikel mit ‘china’ getagged

Airport Security und Chinesischer Zoll stinken!

Freitag, 25. Dezember 2009

Boah, ich bin stinkesauer!

Ich habe eben meinen Koffer für den Schiurlaub fertig gepackt, und wollte gerade den Reißverschluss zuziehen, da bemerkte ich, dass sich irgendwas nicht so ganz normal anfühlt. Ich schaue also etwas genauer hin und stelle fest:

AAAAAAAAAAAAAAAARGGH

Jap. Irgend so ein Vollidiot hat mir die Bügel der Reißverschlüsse abgeknipst, die man ins Zahlenschloss . Ich nehme mal schwer an, dass das wohl der chinesische Zoll war – den Koffer hatte ich nämlich zum letzten Mal in China dabei… und vermisst habe ich nach dem Trip nix. Diebstahl scheidet also erst mal aus. Vermutlich wollten die einfach nur mal schauen, ob der Ralle nicht irgendwelche Chinaplagiate wertvollen Kulturgüter exportiert oder am End’ sogar ne Bombe in seinem Koffer hat… das Durchleuchten etc. reicht dafür ja nicht aus.

DIESE WICHSER!

Sorry, aber da hört’s bei mir echt auf. Wenn ich mal fliegen will, werde ich sowieso schon gegängelt bis zum geht nicht mehr: ich darf meine Fingerabdrücke abgeben, mein komplettes Privatleben ausbreiten, meine Koffer werden durchleuchtet und ich gleich mit, ich darf keine Getränkebehälter, Nagelscheren oder Deodosen mit ins Flugzeug nehmen, und irgendwelchen Vollpfosten ist das immer noch nicht genug – die wollen am liebsten noch Nacktscanner und Rektaluntersuchungen für alle!

Und wofür das ganze?! Für ein bisschen mehr gefühlte Sicherheit?

NA WAHNSINN!! Ich sag’ euch mal was: das ist alles Kinderkacke!! Wenn ich ein Flugzeug in die Luft jagen wollte, dann bekäme ich das wohl auch irgendwie hin! Trotz der ganzen Sicherheitsvorkehrungen. Will ich aber gar nicht! So wie ungefähr 99.999999999% der 1.2 Milliarden Fluggäste, die jedes Jahr so transportiert werden.

Was mich aber am meisten aufregt: WENN IHR SCHON MEINE (neuen, übrigens) KOFFER ZERSTÖRT, DANN LASST DOCH WENIGSTENS NE NOTIZ DRINNE. ODER NEN HUNNI, DAMIT ICH IHN GESCHEIT INSTANDSETZEN LASSEN KANN!

.

(Aber vielleicht sollte ich auch einfach nur froh sein, dass die Jungs in China nicht ganz so trigger-happy sind wie die in Israel)

Chinesische Hochzeit

Mittwoch, 07. Oktober 2009

Nach einer langen langen Busreise, die sich katerbedingt noch um ein paar subjektive Stunden ausdehnte, und einem fulminanten Abendessen mit der Familie der Braut ging’s erst mal früh zu Bett, denn am nächsten Tag war heiraten angesagt.

[viel Text, viele Bilder - weiter geht's nach dem Klick. Es lohnt sich!]

(weiterlesen…)

Lost in Beijing II

Donnerstag, 01. Oktober 2009

[Forsetzung der Chinastory vom letzten Beitrag]

… da saßen wir nun also an der Beida – immer noch sichtlich mitgenommen vom vorherigen Abend – und warteten auf Christian. Und so langsam sank die Stimmung immer weiter und weiter. Wir wollten echt nur noch in den Bus – von dem zu allem Überfluss niemand außer Christian wusste, wohin denn genau der überhaupt bestellt war – und noch ein paar Stündchen pennen. In Gedanken malten wir uns schon aus, was wir alles mit Christian anstellen würden, wenn er wieder auftaucht, während sich bei seiner Mutter ernsthafte Zweifel daran breitzumachen schienen, dass er überhaupt wieder auftaucht: “Jungs, der macht die Deer nit uff. Un ans Telefon gehter aach net. Seider euch sicher, dasser gestern auch an de Wohnung angekomme is? Hier is doch die Organmafia so schlimm…” Sein Vater dagegen sah die ganze Sache eher pragmatisch: “Boah, ich hab keinen Bock mehr! Gleich kanner alleine fahren. Dann bleib ich grad hier!”

Die Minuten verstrichen wie Stunden. Elfdreißich. Elffünundvierzich. Elffuffzich… in zehn Minuten fährt der Bus, und Christian ist immer noch nicht da. Zwölf Uhr ist rum, und immer noch keine Spur vom Bräutigam in Spe. Um 12:27 erscheint schließlich ein Taxi, hält an, und heraus steigt ein kreidebleiches zerknittertes Wesen mit erdnussgroßen Ringe unter den roten Augen, das sich mit fahrigen Bewegungen den Weg zu der wartenden Meute bahnt: “Uff. Hab wohl ‘n bisschen verpennt. Sorry.

Der Bus wartete Gott sei Dank noch eine Ecke weiter, und so waren wir kurz darauf endlich auf dem Weg nach Dezhou, wo am nächsten Tag die Trauung stattfinden sollte.

Von der erzähle ich dann beim nächsten Mal.

Lost in Beijing

Donnerstag, 24. September 2009

Nachdem wir uns die Mauer angeschaut hatten (die ich jetzt nicht soo spektakulär fand), ging’s abends noch mit dem künftigen Bräutigam durch die Kneipen Pekings. Der Plan war, dass wir nicht allzu lange machen, weil am nächsten Morgen um 12:00 Uhr der Bus in Richtung Dezhou fahren würde, wo dann die Trauung stattfinden sollte…

… tja, was soll ich sagen. Hat nicht ganz funktioniert.

Im Bett waren wir nämlich erst kurz nach Sonnenaufgang. Also so gegen sieben. Oder acht. Wasweißich. Der Abend wurde jedenfalls sehr lang, was vielleicht auch etwas der Tatsache geschuldet war, dass wir irgendwann beschlossen hatten, aufgeteilt auf zwei Taxis weiter zu irgend ‘nem Club zu fahren.
Dummerweise fuhr schon an der ersten Kreuzung ein Taxi nach rechts und das andere nach links. Fortan waren wir drei Jungs aus dem zweiten Taxi also auf uns alleine gestellt. Und das sollte auch den Rest des Abends so bleiben.
Habe ich eigentlich schon erzählt, dass der einzige von uns, der mehr als zwei Wörter Chinesisch spricht, der Bräutigam ist? Nein? Ok: der einzige von uns, der mehr als zwei Wörter Chinesisch spricht, ist Christian. Und jetzt ratet mal, in welchem Taxi der saß…

… genau.
Nicht in unserem. Aber auch egal. Der Abend wurde trotzdem sehr lustig. Details erspare ich euch an dieser Stelle. Kann mich eh nicht mehr alles erinnern. So im Nachhinein fällt auf, dass auf verdammt vielen Fotos, die wir an diesem Abend geschossen haben, dieser lustige Herr drauf ist:

So wie’s aussieht haben wir den wohl irgendwann irgendwo aufgegabelt und haben mit ihm ‘ne kleine Kneipentour gestartet. Wenn ich mich richtig erinnere aber keine sonderlich erfolgreiche. Der Typ hatte auch keine große Ahnung, wo in Peking was geht.

So oder so haben wir es sogar irgendwie geschafft, am Ende alle ungefähr zur gleichen Zeit wieder im Hotel aufzulaufen, um dort hundemüde in die Betten zu fallen und direkt einzuratzen. Alle außer Christian, dessen Bude ein paar Meter entfernt vom Hotel liegt. Der hat natürlich zu Hause gepennt.

Und weil um 12:00 ja der Bus fahren sollte, waren wir auch alle um elf Uhr morgens wieder einigermaßen wach. Okay, nicht sonderlich fit, aber immerhin so wach, dass wir uns zum Bus schleppen konnten.
Fast alle jedenfalls. Ratet mal, wer nicht…

… genau. Alle waren da. Eltern, Freunde, Kommilitonen… nur Christian nicht.
Am Tag seiner Hochzeit. Na prima! Natürlich haben wir versucht, ihn irgendwie zu erreichen, aber sowohl Telefon als auch Türklingel blieben unbeantwortet. Und das eine Stunde bevor der extra für uns gecharterte Bus losfahren sollte (übrigens ab der Uni, die mindestens 30 Minuten entfernt liegt).

(… Fortsetzung folgt)

Vom Busfahren in China (und warum das stressfreier als Busfahren in Deutschland ist)

Dienstag, 22. September 2009

Der Weg von Peking nach Badaling zur Chinesischen Mauer war mal wieder eine kleine Lektion in Sachen “little differences”. Ein paar Kilometer vorm Ziel tat’s nämlich einen großen Schlag, und unser Bus wurde stetig lauter, dafür aber auch stetig langsamer, bis wir schließlich auf dem Seitenstreifen zum Stehen kamen. Diagnose: Motorplatzer oder so.

Aber statt sich furchtbar aufzuregen, den Busfahrer anzukeifen, ihr Geld zurückzuverlangen oder wenigstens ein bisschen aufgeregt oder genervt miteinander zu tuscheln, taten die ungefähr sechzig Chinesen im Bus… nichts. Gar nichts. Blieben einfach entspannt sitzen, bis der Busfahrer uns aufgefordert hat, auszusteigen. Dann standen wir etwas draußen an der Autobahn rum, bis 10 Minuten später ein zweiter Bus der gleichen Linie anhielt, und uns aufgenommen hat. Ich würde ja sogar behaupten, die Raucherpause kam meinen Reisekollegen ganz gelegen, aber das ist naütrlich reine Spekulation.

Wäre das in Deutschland passiert… au ha! Ich stell mir das grad vor:
der Busfahrer kriecht bewaffnet mit nem dicken Schraubenschlüssel so weit unter die Motorhaube wie es sein fetter Bauch zulässt und telefoniert dabei hektisch mit der Zentrale. Nebenan stehen 3 Männer und geben gute Ratschläge (“Mach ma Keilriemen!” – “Nein nein, füll ma Spritzwasser nach. Bei mir hilft das immer!”), zwei weitere schauen sich das Schauspiel an und sagen schlaue Sachen wie: “Siehste? Scheißvolvo. Mit nem Benz wäre das nich passiert”, während vier bis fünf Businesskasper wie wild auf den Busfahrer einreden und ihm klarmachen, dass sie gerade einen extrem wichtigen Termin verpassen, und dass er noch von ihrem Anwalt hören wird. Ein paar Meter weiter versucht eine aufgekratzte Mutter, ihre zwei heulenden Gören zu beruhigen, und ein Grüppchen Rentner nervt alle Anwesenden mit der Story, dass man die Autos früher einfach mit Schraubenzieher und Hammer reparierten konnte, aber heute – mit dem neumodischen Elektroscheißdreck – alles gleich sauteuer wird.
Ein neuer Bus käme vermutlich in zwei Stunden, und am End’ wären alle genervt und gestresst.

Aber hey: wahrscheinlich wäre das in Deutschland auch einfach gar nicht passiert, weil bei uns die Busse anständig gewartet werden. (höhö!)

Bin wieder da… irgendwie

Sonntag, 13. September 2009

nur falls ihr euch Sorgen gemacht habt [haha, als ob... aber hey: tun wir einfach mal so]: wir sind am Samstag abend gegen 19:00 Uhr wieder heil in Frankfurt gelandet.

Seitdem bin ich etwas angeschlagen… Magen-Darm und so.
So was dummes: China – wo ich Käfer und Tentakel esse – schluckt mein Verdauungsapparat wie ein echter Mann, aber kaum bin ich zu Hause, verbringe ich mehr Zeit aufm Klo als 35jährige Spanierinnen in Kansas.

Seis drum: sobald ich wieder fit werde, werde ich die eine oder andere Chinastory nachreichen. Nur so viel schon mal: die vergangene Woche war mit Sicherheit der krankeste Trip, den ich bisher gemacht habe.
Und auch wenn ich jetzt noch überlege, welche Anekdoten ich gefahrlos im Internet erzählen kann und welche ich doch lieber für mich behalte, kann ich euch jetzt schon versprechen: es wird sicher lustig.

Hier mal ein Bild der China-Crew. Na, wer erkennt mich?

(wenn nicht: auch nicht schlimm. Wir haben den Karikaturisten von 300 auf 60 RMB (RömMelBömmel) runtergehandelt… ausschlaggebend war letztendlich der Satz: “Sechzich und du brauchst dir keine Mühe geben!”)

China is(s)t auch nicht anders

Montag, 07. September 2009

Gestern waren wir wie gesagt noch Peking-Ente futtern, und was soll ich sagen: ich war begeistert. Nein, ich bin’s immer noch. Ich mag ja Ente schon daheim beim Chinesen, aber das hier… Hammer!

Nach dem Essen ging’s dann noch mal ein wenig durch die Kneipen, und dann irgendwann todmüde ins Bett, wo ich auch sofort eingeschlafen bin. Ein bisschen gejetgelagt war ich dann wohl doch noch. Aber dafür war ich dann heute morgen auch wieder fit, als um kurz vor 9 der Wecker klingelte.

Und auf zum Frühstück! Auch das ist eigentlich ziemlich unspektakulär: Toast, Butter, Marmelade, Gemüse, Reisnudeln, Eier, ein paar Vanillebällchen, Sesam-Fleischdingse, Kürbiskuchen, Reis. Dazu Kaffee, Tee und Saft.
Kein Leguanherz, keine Giraffenaugen, kein Tigerhoden… nicht mal Hund. Langsam glaub’ ich, China ist gar nicht so wild wie alle immer sagen. Aber morgen fahren wir ja nach Deschu (oder wie das Kaff heißt, wo die Hochzeit stattfindet). Das ist dann etwas außerhalb, da gibt’s dann sicher auch die interessanteren Sachen.

Nach dem Frühstück ging’s mit Christian kurz zur Uni, weil er da noch was abgeben musste. In der U-Bahn wurde uns dann auch quasi mit dem Vorschlaghammer noch mal bewusst gemacht, dass die östliche Kultur doch noch nen ganzen Tacken anders ist als unsere. Da saß nämlich so eine Omma mit ihrem kleinen ungefähr 1-jährigen Enkelchen, das wohl plötzlich mal musste.
Was macht die Omma also? Packt dem kleinen innen Hosenstall, legt den Piephahn frei, und der kleine lässt einfach laufen. In die Bahn. Aufn Gang. Und keinen der umliegenden Chinesen störts. Auch nicht, als sich die Soße bedingt durch die Ent- und Beschleunigung der Bahn so langsam quer durch selbige verteilt. Ganz im Gegenteil: die laufen wie selbstverständlich durch die Pfütze durch und gucken nur ein wenig irritiert, als wir blöden Europäer panisch unsere Taschen hochreißen, um sie vor dem Schwall in Sicherheit zu bringen.

Andere Länder, andere Sitten.

Danach ging’s dann schnell zur Chinesischen Mauer… aber dazu schreibe ich dann ein andermal. Vorerst muss ein Foto reichen (sooo spektakulär war’s jetzt auch nicht).

Jetzt geht’s nämlich erst mal Essen und danach zur Fuß-Massage (nein: nicht mit ”Happy-End”).

Peking

Sonntag, 06. September 2009

Yeah, wir sind gut gelandet, Christian hat uns direkt gefunden, und ein Hotelzimmer haben wir auch. Also zwei. Soweit ich das beurteilen kann sogar recht anständige. Sauber sind se, das Dreibettzimmer hat zwei Fernseher, und free Internet gibt’s auch. Hammer!

Von Peking selbst haben wir bisher nur das gesehen, was man in 30 Minuten Taxifahrt halt so mitbekommt. Bisher wirkt alles irgendwie westlicher und normaler als ich’s mir vorgestellt hätte.

Okay, mit Ausnahme vielleicht von diesem Kerlchen hier, der scheinbar die Bankautomaten bewacht oder so:

Naja, jetzt erst mal duschen und kurz bei nem Bierchen entspannen.

Nachher gibt’s Pekingente. Hmjam!

Bis denne
Ralle 

Zwischenstopp

Samstag, 05. September 2009

sitze gerade in Dubai aufm Flughafen – Gate 201 – und warte.

Zum einen auf den Anschlussflug nach Peking, der so in anderthalb Stunden abgeht, und zum anderen auf die vier Suchtis, die gerade ein mal quer durch den ganzen Airport zu so nem stickigen 3m²-Quarzerkabuff laufen, um sich dort das lange ersehnte Lungenbrötchen zu genehmigen.

Die 7 Stunden Flug von Frankfurt hierher haben wir recht entspannt rumbekommen (obwohl sich der Nikotinmangel gegen Ende schon bemerkbar gemacht hat). Ob das bei der nächsten Etappe auch so bleibt? Da bin ich noch etwas skeptisch. Naja, ich werde einfach versuchen, ein bisschen zu pennen, um nicht komplett vom Jetlag umgehauen zu werden…

Insgesamt kann die Tour aber eigentlich nur lustig werden, denn keiner von uns hat auch nur den Hauch eines Plans. Wir wissen nicht, wo wir in Peking pennen (da kümmert sich Christian, der Bräutigam, drum), wir haben keine Ahnung, was an Programm ansteht oder wo die Hochzeit genau stattfindet, wir haben kein Chinesisches Geld dabei, niemand weiß, wie wir am Ende der Reise wieder von Frankfurt nach Hause kommen.

Aber wir haben Bier. Unmengen von Bier… naja, hatten wir jedenfalls. Mussten wir aber dummerweise hier in Dubai wegschmeißen, da wir’s nicht durch die Sicherheitskontrolle bekommen hätten und Leertrinken nicht drin war, weil Alkohol in der Öffentlichkeit furchtbar furchtbar böse ist.

Naja, schaun wir mal was kommt. Es bleibt sicher lustig.

Christian

Freitag, 04. September 2009

Bin gerade etwas gestresst, deshalb nur ganz kurz die Ankündigung:

In ein paar Tagen heiratet mein Kumpel Christian. In China. Natürlich bin ich da am Start. Kamera ist natürlich auch dabei, und dank ausgiebigem Klettertraining in den letzten Wochen ist der Auslösefinger auch schwer durchtrainiert.

Schaut also öfter mal rein – ich versuche, wann immer sich die Möglichkeit ergibt ein paar Fotos hochzuladen.

China. Wie geil!

Ich freu mich.