[Fortsetzung von hier]
Wie gesagt, am Donnerstag abend stand es auf Messers Schneide, ob unser Kaninchen Cookie die Nacht überleben würde. Gegen 19:00 rief mich die Tierärtzin noch einmal an, um mir mitzuteilen, dass es immer noch nicht gut um unsere Cookie steht, und dass man sie über Nacht im Auge behält. “Wenn ich merke, dass es mit ihr bergab geht, werde ich sie einschläfern, ohne Sie anzurufen. Ist das okay für Sie?”
Natürlich ist das okay – ich will ja nicht, dass das Tier unnötig leidet. Und ich weiß, dass ich mich auf unsere Tierärztin verlassen kann. Wenn das Karnickel noch zu retten ist, werden die alles tun, und wenn nicht… naja, nicht groß drüber nachdenken, bringt eh nix. Lieber Daumen drücken.
Am nächsten Morgen – ich arbeite von daheim – kommt gegen neun Pia ins Arbeitszimmer gestürmt, das klingelnde Telefon in der Hand: “Ich glaub, das ist der Tierarzt” – “Ja, das isser”, antworte ich nach einem Blick ins Display und nehme mit leichtem Herzklopfen den Anruf an. “Ja hallo. Die Cookie möchte abgeholt werden.”
Puh! Alles in Ordnung. Schön!
Eine knappe Stunde später, als ich unser Karnickel vom Tierarzt abhole, erfahre ich, dass sie erst gegen Ende der OP weggedriftet ist, weshalb jetzt wenigstens ihre Zähne wieder in Ordnung sind. Vorerst ist also keine weitere Operation nötig – nur ein kleiner Eiterabszess im Kiefer bedarf einer weiteren Behandlung mit Antibiotika… aber das kann ich auch selbst machen.
Natürlich bin ich noch ein wenig vorsichtig, als ich sie daheim wieder in den Käfig setze, aber spätestens als sie sich – keine zwei Minuten später – auf die Meerschweinchen stürzt, um ihnen ihr Futter aus dem Maul zu klauen, weiß ich, dass alles gut wird.