Moin moin,
also eigentlich wollte ich gestern wirklich noch nen kleinen Artikel schreiben, aber noch hat mein RL absolut Vorrang vor dem virtuellen… und hey: der wunderbare Abend war’s wert!
Betrachtet die Ansage, dass es statt Aprilscherzen einen neuen Artikel gibt, einfach als Aprilscherz!
Aber nun zum Thema: ich wollte euch eigentlich nur kurz auf dem Laufenden halten, was an der Arbeitskampffront so geht. Zum einen hat unsere Geschäftsleitung die Drohung wahrgemacht und allen Warnstreikenden die Streikzeit vom Gehalt abgezogen. Und Junge: die Masche zieht! Der eine oder andere Kollege überlegt plötzlich, “ob er sich die Streikerei noch leisten kann”. OB ER ES SICH LEISTEN KANN, AUF EINEN TAGESSATZ IM MONAT ZU VERZICHTEN… also mal unter uns Pastorentöchtern: wer von einem Tag ohne Gehalt schon finanziell aus der Bahn geworfen wird, der sollte sich doch erst recht mal Gedanken machen, wie es für ihn denn so aussieht, wenn plötzlich jeden Monat 22 Tagessätze fehlen.
Passenderweise gab’s dann letzte Woche auch den nächsten Warnstreik – Nummer 4 bisher. Dieses mal mit einer wie ich finde sehr eindrucksvollen Aktion. Für jeden Kollegen, der (man kann es nicht oft genug betonen: OHNE WIRTSCHAFTLICHE NOT! Uns geht’s gut!) allein in Deutschland auf die Straße gesetzt werden soll, haben wir einen Luftballon in unserem Brunnen aufgestellt… fast 900 Stück!

Und irgendwie ist mir erst bei dieser Aktion so richtig bewusst geworden, wie unglaublich viel eigentlich 900 sind. Jeder Luftballon ein Schicksal!
Hoffen wir, dass es nicht so weit kommt!